Bissen


Bissen

* * *

Bis|sen ['bɪsn̩], der; -s, -:
kleine Menge einer Speise, die man auf einmal in den Mund stecken kann:
er schob den letzten Bissen in den Mund.
Syn.: Brocken, Happen (ugs.), Stück.
Zus.: Leckerbissen.

* * *

Bịs|sen 〈m. 4
1. die Menge, die man auf einmal abbeißen kann, Mundvoll
2. 〈fig.〉 eine Kleinigkeit zu essen, Happen
● ein \Bissen Brot ● ich muss rasch erst einen \Bissen essen; iss doch einen \Bissen mit uns! 〈umg.〉 komm od. bleib zu einer kleinen, zwanglosen Mahlzeit zu bzw. bei uns ● ein fetter \Bissen ein gutes Geschäft, fette Beute; einen großen \Bissen nehmen; jmdm. jeden \Bissen in den Mund zählen aufpassen, wie viel er isst, neidisch beim Essen zusehen; er hat sich für seine Familie jeden \Bissen vom Munde abgespart er hat auf vieles verzichtet, um die Familie ernähren zu können; keinen \Bissen anrühren; jmdm. keinen \Bissen Brot gönnen 〈fig.〉 neidisch, missgünstig sein ● ihm blieb vor Schreck der \Bissen im Halse stecken [→ beißen]

* * *

Bịs|sen , der; -s, - [mhd. biʒʒe, ahd. biʒʒo]:
kleines abgebissenes Stück eines festen Nahrungsmittels; Happen:
ein B. Brot;
keinen B. anrühren (das Essen unberührt stehen lassen);
einen B. (eine Kleinigkeit) essen;
jmdm. bleibt der B. im Hals[e] stecken (ugs.; jmd. erschrickt sehr);
jmdm. jeden B., die B. in den/im Mund zählen (ugs.; genau aufpassen, wie viel jmd. isst);
jmdm. keinen B. gönnen (ugs.; jmdm. nicht das Geringste gönnen);
sich <Dativ> jeden, den letzten B. vom Mund[e] absparen (ugs.; sehr eingeschränkt, sparsam leben).

* * *

Bịssen,
 
Hermann Vilhelm, dänischer Bildhauer, * Schleswig 13. 10. 1798, ✝ Kopenhagen 10. 3. 1868; Schüler von B. Thorvaldsen in Rom; ab 1840 Professor an der Akademie in Kopenhagen. Bissen schuf zahlreiche Denkmäler ebenda, auch Grabmäler und Porträtbüsten, nach 1850 in einem realistischen, nationalen betonten Stil.
 

* * *

Bịs|sen, der; -s, - [mhd. biʒʒe, ahd. biʒʒo]: kleines abgebissenes Stück eines festen Nahrungsmittels; Happen: ein B. Brot; schnell einen B. (etwas Essbares) zu sich nehmen; Charli verschlingt den letzten B. und macht sich als Erster davon (Ossowski, Flatter 141); keinen B. anrühren (das Essen unberührt stehen lassen); *ein fetter B. (ugs.; ein reicher Gewinn, ein gutes Geschäft); jmdm. bleibt der B. im Hals[e] stecken (ugs.; jmd. erschrickt sehr); jmdm. jeden B., die B. in den/im Mund zählen (ugs.; genau aufpassen, wie viel jmd. isst); jmdm. keinen B. gönnen (ugs.; jmdm. nicht das Geringste gönnen); sich <Dativ> jeden, den letzten B. vom Mund[e] absparen (ugs.; sehr eingeschränkt, sparsam leben).

Universal-Lexikon. 2012.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Bissen — Bissen …   Deutsch Wörterbuch

  • Bissen — (lb) Biissen (de) Bissen …   Wikipédia en Français

  • Bissen [1] — Bissen, 1) so v.w. Köder von Fleisch; 2) (Med.), Arzneiform, s. Bolus …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Bissen [2] — Bissen, geb. 1798 nahe bei Schleswig, Bildbauer, Schüler Thorwaldsens, bei dem er 10 Jahre in Rom arbeitete; er ist seit 1830 Director der Akademie in Kopenhagen. Werke: die 4 Engel in den 4 Ecken der Schloßkapelle zu Christiansburg; die Statuen… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Bissen — Bissen, Hermann Wilhelm, Bildhauer, geb. 13. Okt. 1798 in Schleswig, gest. 10. März 1868 in Kopenhagen, bezog als Maler 1816 die Kopenhagener Akademie der Künste, ging aber einige Jahre später zur Bildhauerei über. 1823 begab er sich nach Rom, wo …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Bissen — Bissen, Wilh., dän. Bildhauer, geb. 13. Okt. 1798 zu Silding (Schleswig), seit 1850 Direktor der Kunstakademie zu Kopenhagen, gest. 10. März 1868. Hauptwerke: Walküre (1835), Amor, Orestes, Philoktet, Bronzestandbild Tycho Brahes, Flensburger… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Bissen — Bissen, geb. 1798 zu Schleswig, berühmter Bildhauer, Director der Kunstakademie in Kopenhagen, von Thorwaldsen testamentarisch zum Vollender seiner angefangenen Arbeiten u. Custos seines Museums bestimmt …   Herders Conversations-Lexikon

  • Bissen — 1. Au guten Bissen verdirbt man sich den Magen zuerst. 2. Auff ein guten bissen schmeckt (gehört) ein guter trunck. – Henisch, 395; Körte, 631; Simrock, 1106; Blum, 176; Bücking, 107. Gesundheit und Wohlstand erfordern es oft. Wer ein Fest gibt,… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Bissen — An einem harten Bissen zu kauen haben: eine unangenehme Sache durchstehen müssen. Ursprünglich verband man mit dem Begriff ›Bissen‹ das Lebensnotwendige, ein Stück Brot:{{ppd}}    » ... und ich wil euch einen Bissen Brots bringen« (Gen 18,5). Er… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Bissen — Wappen Karte Basisdaten Distrikt: Luxemburg …   Deutsch Wikipedia